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Wilma (Gitana)

Paten:  Petra und Johanna, Kerstin

Update 01.01.2010
 
Das letzte update ist länger her, aber bei Wilma geht die Uhr eben anders. Alles dauert seine Zeit.
Nachdem lange genug ein Status wie im Film "Und ewig grüßt das Murmeltier" vorherrschte, und Wilma immer wieder einen winzigkleinen
Schritt vorwärts machte, aber am nächsten Tag so tat, als ob alles nie gewesen wäre, wurden die Schritte dann doch mehr -  die "statischen" oder Rückschrittmomente nahmen ab. Und inzwischen ist ihre Entwicklung für jeden, der sie kennt, sichtbar.
Wilma wird immer mutiger und auch immer neugieriger. Sie genießt es sogar - dann und wann - ausgiebig gestreichelt und
gekrault zu werden ... und  zeigt dann sogar mal ihren Bauch für Kraul-Einheiten ;-)
Und an einzelnen Tagen hat sie auch schon mal einen "Clown gefrühstückt" und "blödelt" rum oder spielt mit einem Kuscheltier.
 
Das vergangene Jahr war sehr aufregend für Wilma. Sie hat einen Umzug mit vielen gepackten Kartons, die sie irritiert haben, das einem Umzug innewohnende Chaos, eine neue Umgebung, mitgemacht und gut überstanden.
Hier hat sie so gut wie alles von den anderen Hunde-Mitbewohnern abgeguckt. Die regen sich nicht auf - gut, dann brauche ich das auch
nicht. Ihr Selbstvertrauen wächst. In homöopathischen Dosen - aber es wächst.

Seit April 2009 fährt Wilma (gemeinsam mit Merlin) mit mir  ca. alle 4-5 Wochen nach Bayern und geht mit mir "in die Schule". Sie wohnt mit uns in einer Ferienwohnung, geht mit in den Kurs und - einhellige Meinung aller Kolleginnen: Wilma lässt immer öfter Panik Panik sein und wird mutig. Sie spaziert dann schon mal im Seminarraum herum und inspiziert die Tische, ob nicht einer eine Nascherei vergessen hat. Und sie hat es auch schon geschafft, eine Riesen-Dampfnudel zu mopsen und ruckzuck zu vertilgen. An einem Abend war sie sogar mit uns im Biergarten (mit wenig Besuchern) und wir hatten Mühe, sie vom Tisch unten zu halten, denn die bayerische Wurst hatte es ihr angetan.

Immer wieder hat sie aber einen Tag, an dem man denkt, sie ist wieder in ihrem Film. An diesem Tag herrscht dann die Panik vor. Vor allem und jedem. Dann hilft nur Geduld, irgendwann kommt sie wieder "an" und merkt, dass alles ok ist. Ich weiß nicht, ob sie vielleicht  schlecht träumt und dadurch bei ihr alles wieder an die Oberfläche kommt. Man kann es nur ahnen. Gesundheitlich steht sie ganz gut da. Ihr Problem werden immer ihre Füße und ihr unterbemuskeltes rechtes Hinterbein bleiben, aber da sind wir dran. Nach wie vor bekommt sie ihre wöchentliche physiotherapeutische Behandlung von Wolfgang Wurm, dem ich hier im Namen von Wilma ein ganz herzliches Dankeschön sagen möchte. ;-). Und er darf ihr sogar schon ein Leckerchen geben! Sie nimmt es ihm seit kurzem sogar aus der Hand.
Ich bin gespannt, was das Neue Jahr alles für Wilma bringen wird.
Diana


Update 25. Juni 2008

Ziemlich genau ein Jahr nach dem letzten Update gibt es einen neuen Bericht der Pflegemama

In dem vergangenen Jahr hat sich für Wilma einiges getan - für "außenstehende Beobachter" vermutlich wenig.
Wilma fasst gaaaanz langsam Vertrauen, aber nur zu einem Menschen ... und auch nur dann, wenn sie es möchte und zulassen kann.Berührungen kann sie teilweise immer noch nicht ertragen, aber zumindest draußen sucht sie schon Nähe. Auch an ihr vertraute Besucher kommt sie - auf der Wiese - bis auf einen Meter heran. Sie wird neugierig und kommt schon mal "gucken". Aber wehe, man schaut sie an ... huch ... weg ist sie.
Immerhin lässt sie sich jetzt anleinen und steigt problemlos ins Auto. Autofahren liebt sie, dann sitzt sie auf ihrem Platz und schaut ganz stolz aus dem Fenster.

Im Haus hat sie ihre Lieblingsplätze ... aber bitte denen nicht zu nahe kommen ... das mag sie immer noch nicht.

Außerdem plagt sie eine alte Verletzung. Irgendwann muss sie einen Unfall gehabt haben, das rechte Hinterbein ist wesentlich weniger bemuskelt als das linke und sie hat auch manchmal Schmerzen beim Laufen.  Vorwiegend , wenn sie länger gelegen ist und aufsteht ... Arthrose ??

Seit 3 Monate bekommt sie daher eine physiotherapeutische Behandlung ... und mit fast unglaublicher Geduld hat es ihr Therapeut geschafft, dass sie sich seit heute relativ problemlos "massieren" lässt.  Ihr staksiger Gang wird dadurch gaaaaaanz langsam besser.

Wilma wird wohl noch sehr lange an ihrem Trauma zu knabbern haben und wir haben daher beschlossen, sie aus der Vermittlung zu nehmen. Einen Umzug in eine andere Familie würde sie nicht verkraften - und wir möchten es ihr auch gar nicht zumuten.


Wilma bleibt und freut sich über Paten, die sie unterstützen.

Wir danken den Paten


Kerstin für eine Teilpatenschaft
Johanna und Petra (mit Grace, Peppa und Billy) für eine Teilpatenschaft
Wolfgang Wurm für die therapeutische Unterstützung und die unendliche Geduld


update Wilma 20.06.2007


Bericht der Pflegefamilie:

Wilma ist nun seit knapp 2 Wochen in Deutschland. Sie ist 3-5 Jahre alt (sehr schwer zu schätzen) und ist extrem panisch.
Sie wohnt im Schlafzimmer hinter dem Bett, kommt ab und an mal gucken, aber sie will keine Nähe und nicht angefasst werden. Sie hat keine Angst vor der Umwelt, aber vor Menschen, etwas schnelleren Bewegungen, lauten Worten und Geräuschen. Menschen traute sie in den ersten Tagen nicht weiter als bis zu einem 10-m-Abstand, dann flüchtete sie.

Wilmas erster Akt nach der Ankunft war "flüchten" - glücklicherweise gab es einen Zaun! Der zweite war, ein Loch in den Holz-Gartenzaun zu arbeiten und abzuhauen ... glücklicherweise war sie an der Schleppleine und konnte von einer aufmerksamen Hundeführerin, die den Sohn mit Fahrrad hinter ihr herschickte, aufgehalten werden.

In den letzten Tagen hat Wilma sich jetzt ein kleines bisschen geöffnet. Sie nimmt Blickkontakt auf und man kommt bis auf 3-4 m an sie heran, bevor sie wieder wegrennt.
Was sie erlebt hat, kann man nur ahnen ...
Da sie von einem Jäger in der Perrera abgegeben wurde, wurde sie vermutlich als Zuchthündin missbraucht, hatte aber wohl entweder fast keinen menschlichen Kontakt oder wurde ständig geschlagen, jede kleine Berührung lässt ihren Körper zusammenzucken.

Wir üben nun ganz langsam und bedächtig und Wilma wird irgendwann begreifen, dass Hände auch streicheln und gut tun können, aber das wird noch eine Weile dauern.


Für Wilma wünschen wir uns eine erfahrene Familie ohne Kinder, am besten in einem ruhigen Umfeld.


Update 18.06.

Gitana heißt jetzt Wilma und ist auf einer Pflegestelle bei Frankfurt.


14.03.2007

Gitana, ca. 3 Jahre alte Galga aus der Perrera.

Infos folgen......

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