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Liam

update 25.07.2011

Seit dem letzten update gibt es zu Liam nichts nennenswert Neues zu berichten. Fremde Menschen (und "fremd" ist für ihn ein sehr weit gefasster Begriff) sind ihm immer noch total unangenehm, suspekt, er versucht, sie sich so weit wie möglich vom Leib zu  halten. Alles, was neu ist, irritiert ihn gewaltig.
Gemeinsam mit Liams Pflegefamilie haben wir daher beschlossen, Liam aus der Vermittlung zu nehmen und ihn zu einem unserer Dauer-Paten-Hunde zu "ernennen".
Wir würden uns freuen, wenn sich auch für Liam Paten finden würden


Update 10.05.2010

Wir wissen nicht, was Liam in Spanien passiert ist, warum sein Bein gebrochen war. Sicher ist, dass sein Vertrauen in die Menschen dabei schwer gelitten hat.

Bei seiner Ankunft kam ein verängstigter, sich immer wieder duckender und nach Fluchtmöglichkeiten suchender Junghund aus der Transport-Kiste.
Ich musste ganz leise reden, immer leicht geduckt gehen und möglichst weit weg von all den anderen Menschen bleiben. Im Auto dann hat er sich
in eine Ecke gedrückt und nicht mehr bewegt, bis wir zuhause angekommen waren.

Die Hunde hier haben ihn erst auch einmal stark verängstigt, doch nach einigen Minuten lies seine Anspannung nach. Im Garten noch an der Leine,
im Haus dann endlich frei bewegen, Liam wurde langsam lockerer. Er merkte von den Hunden ging keine Gefahr aus, die Menschen hielten sich
zurück.

Langsam fing er an alles zu erkunden und endlich kam dann auch der Hunger, für sein Fressen überwand er dann doch schnell seine Hemmungen
vor uns. Liam hat noch heute immer Angst, es reicht ihm nicht! Keiner hat es bisher geschafft seinen Napf ähnlich schnell zu leeren.

Nach wenigen Tagen klebte er bereits an mir (könnte ja was zu fressen geben), lief locker an der Leine mit, solange wir alleine, "unter uns",
unterwegs waren.

Im Auto wurde er auch ruhiger, nur wenn wir durch Dörfer oder Städte fuhren, verkroch er sich wieder in seiner Ecke und traute sich nicht
nach draußen schauen.

Ich nahm ihn dann aber regelmäßig mit ins Büro, er sollte ja langsam umwelttauglich werden.

Im Büro war er für niemanden zu sehen, denn er verkroch sich sofort unter meinen Schreibtisch und dort wartete er bis wir wieder nach Hause
fuhren. Wer auf die Idee kam, mal schnell unter den Tisch zu sehen, wurde kräftig angeknurrt "lass mich nur in Ruhe, weg da!". Das änderte
sich nur ganz langsam, in der Form, dass er nach einigen Wochen doch zumindest einmal kurz nach vorne kam, aber nur, wenn es wirklich ganz
still um uns herum war. Irgendwann durfte er dann vormittags zuhause bleiben, er dekorierte schließlich nicht mehr um, wie noch in der ersten
Zeit, wenn er nur mal für 5 Minuten ohne Aufsicht war. Ein Junghund eben, trotz seiner Erfahrungen!

Inzwischen wurde von Tierarzt festgestellt, dass sein Bein so bleiben kann, der Bruch war gut zusammen geheilt, eine OP nicht nötig. Er ist
hier immer noch sehr schmerzempfindlich, ein Anstoßen an Gegenstände mit dem Bein lässt ihm aufjaulen, aber ich denke, das ist einfach die
Erinnerung an damals, es könnte ja wieder gebrochen sein. Jedenfalls läuft er auf und mit dem Bein, wie mit den drei anderen auch, kein
Hinken, kein Schonen, er ist immer vorne mit dabei, schnell wie der Wind!

Liam schmust mit seinen Menschen am liebsten den ganzen Tag, braucht den Körperkontakt, die volle Aufmerksamkeit und kann es gar nicht leiden,
wenn er mal geschimpft bekommt. Dann beschwichtigt er mit einem Galgo-Grinsen bis hinter beide Ohren, und natürlich kann man ihm dann
auch nicht mehr böse sein, einfach zu lustig sieht er dabei aus.

Fremden Menschen gegenüber ist er extrem vorsichtig und überspielt dies mit einem aggressiven, lauten Verbellen. Jeder Besuch, egal ob Mensch
oder Tier, wird gleichermaßen unfreundlich von Liam empfangen. Sitzt man dann endlich, kommt er doch neugierig von hinten, um dann gleich erneut
"böse" bellend und scheinbar aggressiv auf jeden Blickkontakt zu reagieren. Man muss schon einiges aushalten, hier zu Besuch, bis Liam
dann endlich erkennt, dass keine Gefahr ausgeht, und dann, man glaubt es kaum, sich streicheln lässt und nicht mehr von der Seite weicht, aber
wehe man schaut ihn dabei an oder noch schlimmer, man steht auf!

Dazu braucht es schon mehrere Besuche, bis Liam damit einigermaßen locker klar kommt.

Neue Hunde werden die ersten Tage auch kritisch und vorsichtig begutachtet. Aber meist liegen die Neuankömmlinge schon nach 2 Tagen mit
Liam auf dem Sofa, die Hunde erkennen doch schnell, dass hier nur ein Schaf im Wolfpelz lauert.

Liam wirkt sehr gefährlich, hat hier aber bisher noch niemandem weh getan.

Man darf ihn nur nicht in die Enge treiben, muss ihm Luft lassen, damit er sich in seine, für ihn sichere, Zuflucht zurück ziehen kann.

Liam ist ein ganz besonderer Hund, kein Hund für Jedermann und nicht für ein Stadtleben geeignet. Ein sicherer Ersthund gibt ihm die nötige
Sicherheit und sollte unbedingt vorhanden sein.


update 22. April 2008

Gestern abend hatte Liam seinen Vorstellungstermin in der Tierklinik.
Sein Bein wurde geröntgt, der ganze Kerl untersucht.

Aussage des Operateurs:  Aufgrund seines jugendlichen Alters ist der Bruch schon dermaßen stabil zusammengewachsen, dass eine OP mehr Nachteile als Vorteile für ihn bringen würde, und damit nur noch eine "Schönheits-OP" wäre. Das verletzte Bein ist minimal kürzer als das gesunde, aber das kann er auf normalen Weg ausgleichen.

Der junge Mann muss jetzt nur noch vorsichtig Gewicht zulegen, ganz langsam, damit die Organe nicht überfordert werden - und er braucht natürlich noch seine eigene Familie. Ansonsten steht seinem künftigen Leben nichts mehr im Weg!

Wir danken von Herzen allen Spendern, die wie so häufig ganz spontan bereit waren, Liam zu helfen. Von den aufgelaufenen Spenden werden wir die Untersuchung/Röntgenbilder und noch ein Blutbild (Labor) bezahlen.
Wenn jemand sein Geld zurücküberwiesen haben möchte, bitte wir um eine Email mit den Bankdaten. Ansonsten werden wir die aufgelaufene Summe für die für Liam anfallenden normalen TA-Kosten verwenden.

Wir freuen uns sehr für Liam, denn: die beste Operation ist keine Operation!


19.04.2008

Liam ist vorhin angekommen und auf einer Pflegestelle bei Feucht.
Es geht ihm gut, er hat den Transport gut verkraftet. Jetzt soll er sich ersteinmal ausruhen und einigermaßen auch seelisch ankommen.
Am Montag ist der erste Kliniktermin zur Abklärung. Dann wissen wir mehr.


17.04.2008


Liam - ein ca. 2 Jahre alter Galgo-Rüde, der unsere Hilfe braucht.

Heute morgen kam eine "Emergency-Case" Email aus Spanien.
Bitte helft uns mit Liam - wir könnten ihn am Wochenende mitbringen.

Liam ist zu dünn, geht im Tierheim unter und hat einen alten (??) Bruch am Vorderbein. Er braucht dringend Hilfe! Mehr Infos haben wir bisher nicht.

Bei dem Gesicht kann man doch nicht "NEIN" sagen ... also... geht er auf die Reise und kommt dieses Wochenende in Deutschland an.
Wegen eines OP-Termins warten wir noch auf eine Info der Klinik, es wird irgendwann nächste Woche sein. Die Kosten liegen bei ca. 1.000 Euro .... genaueres weiß man erst, wenn das Bein für die OP offen ist ...

Eine fachkundige Pflegestelle für die erste Zeit nach der OP hat Liam bereits gefunden. Ein endgültiges Zuhause fehlt ihm noch.

Wer Liam (bzw. uns bei der OP-Rechnung) helfen möchte:

Liams Spendenkonto:

Galgos in Not - Liam
Raiffeisenbank Greding
Konto Nr. 43218759
BLZ 760 694 62

für Kostenlose/kostengünstige Überweisungen aus dem Ausland:
Bic (SWIFT): GENODEF1GDG
Iban: DE16760694620003218759

Kennwort: Liam


Spendenbescheinigungen (ab 200 Euro / bei Beträgen unter 200 Euro reicht dem Finanzamt die Bankquittung) können gerne ausgestellt werden und auf Wunsch können natürlich auch die Rechnungen eingesehen werden



(Mausklick auf die Bilder vergrößert diese!)

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