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Liebe Galgo-Freunde,

wir freuen uns, dass Sie einem unserer Galgos in Not ein Zuhause oder eine Pflegestelle bieten möchten.  Damit Sie wissen, wie es „bei uns läuft“, beschreiben wir hier kurz unsere Vorgehensweise:

Ein Teil unserer Hunde ist und bleibt in Spanien, bis wir hier eine feste Familie für sie gefunden haben. Hunde, die gefährdet sind oder in Spanien nicht aufgefangen werden können, werden über Pflegestellen vermittelt. Generell möchten wir vermeiden, dass die Galgos, die sehr sensibel sind und sich schnell an eine Familie anschließen, zuviel oder unnötig hin- und hergeschoben werden.

Unsere Adoptionen beginnen immer mit einem Fragebogen, in dem wir das Umfeld und die Bedingungen der Adoptivfamilie grob abklären. Danach sollten wir ausführlich telefonieren und schauen, ob einer der von Ihnen ausgewählten Galgos in dieses Umfeld passt. Nach Möglichkeit kommen wir vor der Aufnahme eines unserer Hunde zu einer Vorkontrolle vorbei, eine Nachkontrolle behalten wir uns immer vor.
Dieser Fragebogen gilt genauso für unsere Pflegefamilien. Erstens: sollen auch dort die Hunde passen und zweitens:  falls die Pflegefamilie den Pflegehund adoptieren möchte, sind „die Formalitäten“ doch recht schnell erledigt.
Ca. alle 8 Wochen haben wir einen eigenenTransport. Dann treffen wir uns mit den Adoptiv- und Pflegefamilien und diese bekommen dann ihr neues Familienmitglied ohne Umwege "in die Hand".
Ein anderer Teil der Hunde reist mit Flugpaten an. Die Zielflughäfen können wir uns nicht immer aussuchen, da wir hier auf die Hilfsbereitschaft der Passagiere und die Flugmöglichkeiten angewiesen sind.
Hunde, die auf Pflegestellen sind, werden so schnell wie möglich in eine endgültige Familie vermittelt. Allerdings können wir nicht voraussehen, wie lange das tatsächlich dauert. Es gibt Hunde, die sind nach wenigen Tagen schon vermittelt, andere brauchen Monate!

Wenn eine Familie sich für einen der Pflegehunde interessiert, gleichen wir zuerst ab, ob gewünschter Hund und Familie zusammenpassen könnten, dann erst geben wir die Daten der Pflegefamilie weiter. Wir möchten dadurch vermeiden, dass zuviel Unruhe durch ständige Besuche bei den Pflegefamilien (und auch den Pflegehunden) verursacht wird. Generell gilt, dass bei mehreren interessierten Familien, diejenige ausgesucht wird, die am besten zum Hund passt (bzw. umgekehrt). Möchte eine Pflegefamilie den Pflegehund adoptieren, geht das im Normalfall immer, da wir schon vorher darauf achten, dass auch der Pflegehund in die Pflegefamilie passt.

Unsere Hunde werden in Spanien auf jeden Fall auf Leishmaniose getestet, nach Möglichkeiten der Tierärzte/Labore auch auf Ehrlichiose, Babesiose, Filarien und teilw. auch Borreliose. Diesen Testbestätigungen erhalten Sie entweder als Laborbericht ausgehändigt oder sie sind im Impfpass vom Tierarzt/Tierklinik eingetragen.
Wenn die Hunde 2-3 Monate im Inland sind, empfehlen wir dringend einen nochmaligen Test auf alle Mittelmeerkrankheiten machen zu lassen.  Nach diesen 2-3 Monaten ist die Inkubationszeit (Zeit zwischen Ansteckung , also z.B. Biss einer Zecke oder Stich einer entsprechenden Fliege  und der Nachweismöglichkeit der Erkrankung durch Antikörper im Blut) vergangen und die Tests sind aussagefähig.  (Ausnahme: Leishmaniose, diese hat eine unbekannte Inkubationszeit)

Bringen die Hunde nur einen Leishmaniosetest mit,  empfehlen wir unbedingt, einen kompleten Mittelmeertest über den Tierarzt bei einem guten Labor oder direkt bei Parasitus Ex e.V. vornehmen zu lassen. Entsprechende Infos oder  Formulare für diesen Test erhalten Sie von uns. In diesem Fall beteiligt sich der Verein auch mit 30,-- bis 50,-- Euro (abhängig von der Höhe der vorgelegten Rechnung) an den Kosten des Testverfahrens. Schicken Sie uns einfach eine Kopie der Rechnung über den durchgeführten Test zu, am besten per Fax oder eingescannt per Mail.

Ebenfalls mitgegeben wird ein „Gesundheitsblatt“ mit allen relevanten Daten und gegebenenfalls Behandlungsanweisungen. Natürlich stehen wir Ihnen bei nötigen Behandlungen auch nach der Übernahme Ihres Hundes beratend zur Seite.

Unsere Hunde haben die für den Grenzübertritt gesetzlich vorgeschriebene Tollwut-Impfung, weiterhin auf jeden Fall die erste Mehrfachimpfung, sind (bei entsprechendem Alter und Gesundheit/ oder den entspr. hygienischen Möglichkeiten des Tierheims) kastriert und haben einen Mikrochip.
Welpen kommen natürlich unkastriert und altersentsprechend geimpft.
Leishmaniose betrachten wir individuell, je nach Ausprägung der Krankheit. Manche Leishmaniose-Hunde können wir in die Vermittlung aufnehmen, manche leider nicht ….

Unsere Schutzgebühr/Aufwandsentschädigung beträgt 300 Euro.

Bei Vermittlung von erwachsenen, aber unkastrierten Hunden erstatten wir 100 Euro für die späteren Kastrationskosten bei Vorlage der entspr. Tierarzt-Rechnung.

Zu einer Vermittlung gehört natürlich auch ein Tierschutzvertrag; dieser ist angelehnt an die üblichen Tierheimverträge. Zusätzlich halten wir fest, dass Sie nicht mit dem Hund an Windhundrennen oder Coursings (auch nicht an Trainingsläufen) teilnehmen, da wir dies aus tierschützerischen Gründen ablehnen.
Ebenfalls vertraglich fixiert wird, dass der vermittelte Hund an uns zurückgegeben werden muss, wenn Sie ihn (aus welchen Gründen auch immer) wieder abgeben wollen/müssen.

Für Fragen und Tipps zur Eingewöhnung, Fütterung etc. gibt es auf der Website unter „Informationen“ eine Fülle von Eingewöhnungshinweisen, die Sie auf jeden Fall vor der Ankunft Ihres neuen Familienmitgliedes durchlesen sollten.  Haben Sie zusätzliche Fragen, rufen Sie uns bitte einfach an!

Auch nach der Adoption sind wir natürlich immer für Fragen etc. da und ansonsten freuen wir uns, wenn die Familien mit uns in Kontakt bleiben. Eine wunderbare Gelegenheit, sich zu treffen bietet auch unser jährliches Galgo-Sommertreffen, das in Dreieich bei Frankfurt am Main stattfindet.

Wenn Sie nun entschlossen sind, einer Galga/einem Galgo ein neues Zuhause geben zu wollen, freuen wir uns  über eine Kontaktaufnahme und das Gespräch mit Ihnen.

Herzliche Grüße,

Das Team von  Galgos in Not e.V.

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